Evidenz für Evolution?

„..an die Evolution muss man nicht glauben, dafür gibt’s genug Evidenz..“ (typische Aussage von Evolutionsvertetern)

Ich sehe als Ingenieur bisher keine überzeugende Evidenz für Evolution, insbesondere habe ich keine schlüssige Erklärung für die Entstehung der Urzelle und der darin enthaltenen Information gefunden und mir fehlen klare Beispiele und Fakten für die Entstehung und Höherentwicklung von komplexen Bauplänen des Lebens. Wenn ich ein elektronisches Gerät entwickle, das eine bestimmte Funktion ausüben soll, weiss ich sehr gut, wie viel Denkarbeit und Planung erfoderlich ist, um schon nur die Hardware aufzubauen. Zusätzlich braucht es aber auch Software, welche das Gerät zum Leben erweckt. Auch hier ist sehr viel Planung und Intelligenz gefragt und wenn das kleinste Bit nicht stimmt, läuft gar nichts. Aus meiner praktischen Erfahrung weiss ich also, dass ohne Einsatz von Intelligenz keine komplexen Maschinen einfach so von selbst enstehen können. Im Vergleich dazu sind Lebewesen um Faktoren komplexere Maschinen, in denen praktisch alle Tricks der Physik, Chemie, Elektrotechnik und Informatik angewendet werden und zwar auf eine unglaublich geniale Art und Weise, welche wir bisher kaum ansatzweise verstehen. Weshalb soll es sich also bei so komplexen Systemen anders verhalten, also bei vergleichsweise einfachen technischen Produkten wie ein Auto oder ein Space Shuttle?
Dass ich aber die Evolutionstheorie überhaupt kritisch hinterfrage, hat ganz klar mit meiner Weltanschauung zu tun, sonst käme ich (wie viele Wissenschaftler) gar nicht auf die Idee und würde unkritisch der Mehrheitsmeinung folgen. Ich bin der Ansicht, dass die Ursprungsfrage IMMER mit einer Glaubensentscheidung zu tun hat. Die definitive, von einer Weltanschauung unabhängige Erklärung für das Universum und das Leben gibt es nicht.

Hier drei mögliche Standpunkte (unter vielen anderen):

1.) Es gibt keine übernatürlichen Kräfte, alles ist aus den Naturgesetzten entstanden und erklärbar. 
Das ist die Basis der klassischen Naturwissenschaft und auch des Atheismus.

2.) Das Universum und das Leben wurde durch den Gott der Bibel (und des Korans) erschaffen. 
Das ist das Bekenntnis von drei wichtigen Weltreligionen.

3.) Viele Eigenschaften des Universums und des Lebens lassen sich am besten durch eine intelligente Ursache erklären. Das ist die Definition der Theorie von „Intelligent Design“.

zu 1.)

Obwohl es vielen Wissenschaftlern nicht explizit bewusst ist, treffen sie eine Glaubensentscheidung, sobald sie Ursprungsforschung betreiben und bei der Interpretation der Daten ausschliesslich naturalistische Erklärungen zulassen. Das entspricht den Grundsätzen der Naturwissenschaft und ist als Arbeitshypothese durchaus in Ordnung, solange man sich der Grenzen dieses Erklärungshorizonts bewusst ist. Als logische Folge dieser Annahme ist das gebetsmühlenartig wiederholte Credo von Evolutionsvertretern zu verstehen: „Evolution ist eine Tatsache“ (so sicher wie die Gravitation und die Kugelform der Erde). Die durchaus nachvollziehbare Herleitung dieser Aussage geht etwas so: Das Leben und der Mensch existiert, es gibt keine übernatürlichen Einflüsse, also muss die Evolutionstheorie wahr sein, weil es keine Alternative gibt. Wie sonst hätte alles entstehen können?

Für mich ist diese Schlussfolgerung unter den gegebenen Annahmen logisch und nachvollziehbar und ich verstehe Menschen, die so argumentieren. Es ist aber wichtig zu betonen, dass sie bewusst oder unbewusst eine Glaubensentscheidung getroffen haben.

zu 3.)

Die Wissenschaftler, welche die Theorie von „Intelligent Design“ vertreten, betreiben Forschung nach bekannten wissenschaftlichen Methoden und werten bestehende Forschungsdaten von anderen Forschungsteams aus. Bei der Interpretation der Daten versuchen sie jedoch, ausschliesslich auf Grund der Evidenz eines Sachverhaltes Schlüsse und Voraussagen zu machen und sich nicht durch das Prinzip des methodischen Naturalismus einschränken zu lassen, d.h. wenn z.B. in der DNA komplexe Code-Sequenzen vorgefunden werden und nach allen bisherigen Erkenntnissen und empirischen Erfahrungen komplexe Information nur durch eine intelligente Quelle erzeugt werden kann, lassen sie den Schluss zu, dass die beste Erklärung für die Information in der DNA eine intelligente Ursache ist.

Vertreter von Intelligent Design werden von zwei Seiten angeschossen: Christen werfen ihnen vor, dass sie zu der intelligenten Ursache (Designer) keine Aussage machen und Naturwissenschaftler werfen ihnen vor, dass sie getarnte Kreationisten seien und einen Designer nur für momentan noch nicht erklärbare Phänomene bräuchten. Dieser Vorwurf geht davon aus, dass mit mehr Forschung und mehr Ergebnissen die bisherigen Erklärungslücken der Evolutionstheorie geschlossen würden. Bei der Erforschung der komplexen Mechanismen in der Zelle stellt man jedoch immer mehr das Gegenteil fest: Je mehr man über die Zusammenhänge weiss und herausfindet, desto unwahrscheinlicher wird eine rein auf ungerichteter Mutation und natürlicher Selektion basierenden Entstehung und Höherentwicklung des Lebens. Die Erklärungslücken werden also zunehmend grösser und nicht kleiner.

zu 2.)

Ich persönlich glaube an einen Schöpfer-Gott. Die Resultate von Intelligent Design und von Schöpfungs-Forschern überzeugen mich deutlich mehr, als die immer grösser werdenden Erklärungslücken der laufend korrigierten und angepassten Evolutionstheorie. Selbst die 1000-fache Wiederholung:  „Evolution ist eine Tatsache“ beantwortet meine gestellten Fragen bisher nicht. Sogar einer der bekanntesten Vertreter der Evolutionstheorie (und überzeugter Atheist), Richard Dawkins von England, wird sehr unbestimmt, wenn es um die ersten Entstehung des Lebens geht. Hier ein spannendes Interview dazu:

Trailer zum Film Expelled – Intelligenz streng verboten

1 Comment

  • Jonalyn

    1

    It's a pleasure to find such ratinolaity in an answer. Welcome to the debate.

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